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Das Abenteuer meines Lebens – Tag 3 auf dem Fishermen’s Trail
Das Frühstück im Hotel wird erst ab 08:30 Uhr aufgetischt. Wäre die FKT auf dem Fishermen’s Trail noch ein Thema, würde ich es ausfallen lassen, um früher loszukommen. Mit der halben Etappe am ersten Tag und der letzten Etappe gestern bin ich zwei Abschnitte nicht gelaufen, kann meine Gesamtzeit also nicht einreichen. Das ist schon seit dem ersten Abend klar. Das ist inzwischen aber auch gar nicht mehr wichtig. Über Nacht habe ich mich so weit regeneriert, dass ich wieder zuversichtlich in den Tag blicke. Wenigstens bis zum Cabo Sao Vicente möchte ich laufen. Und wenn ich es bis dahin schaffe, dann auch noch die wenigen Kilometer bis nach Sagres.…
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Zurück auf dem Trail: Zwischen Flow und Frust – Tag 2 auf dem Fishermen’s Trail
Bis der kleine Markt im Ort öffnet, sind es noch zweieinhalb Stunden. Ich liege im Bett, im Hintergrund läuft eine belanglose Dokumentation. Auf das Tütenporridge habe ich keinen Appetit und will mir ein anständiges Frühstück machen. Das geht aber erst, wenn die Läden öffnen. Eine Busverbindung nach Vila do Bispo gibt es nicht. Dort ist mein nächstes Hotel und so wie alle meine Unterkünfte entlang der Route nicht mehr stornierbar. Ich muss also heute irgendwie dorthin kommen. Von Aljezur aus gibt es zwei Verbindungen, eine um 11:20 Uhr eine 45 Minuten später. Wie es der Zufall will, ist Aljezur der nächste Etappenort auf dem Fishermen’s Trail. Noch ist der Gedanke…
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80 km gegen Sturm und Zweifel – Tag 1 auf dem Fishermen’s Trail
Das Geräusch des Regens, der auf die Schindeln über mir prasselt, hat mich geweckt. Mein Bett ist ein gemütliches Refugium auf einer Empore direkt unter dem Dach. Wie einfach wäre es, liegen zu bleiben und den Tag zu verschlafen. Doch heute habe ich Großes vor, nichts weniger, als das ambitionierteste Laufprojekt, dem ich mich je gestellt habe. In weniger als drei Tagen will ich den Fishermen’s Trail vom nördlichen Ende in Sao Torpes nach Lagos im Süden laufen. 225 km mit einigen Tausend Höhenmetern entlang der Costa Vicentina in einem der entlegensten Winkel Portugals. Seit einigen Tagen liegt die Bestzeit für diese Strecke bei 2 Tagen und 11 Stunden. Das…
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Mallorcas verborgenes Herz – Durchquerung des Torrent de Pareis
Ich bin in so gut wie jeder Hinsicht unvorbereitet. Gestern Abend erst hatten wir entschieden, uns trotz diverser Unwägbarkeiten an die Durchquerung des Torrent de Pareis zu machen. Die Schlucht im Norden Mallorcas gilt als eine der spektakulärsten in ganz Europa und mit Abstand als die schwerste Wanderung auf der gesamten Insel. Von ihr gehört hatte ich dennoch nie. Kein Wunder: Die Lieblingsinsel der Deutschen war bisher einfach nicht mein bevorzugtes Reiseziel, und mein Wissen darüber war so rudimentär wie über Wanderrouten im Allgemeinen. Vom Außenstehenden zum Expeditionsteilnehmer Erst von Hendrik hatte ich Kenntnis von der berühmt-berüchtigten Wanderung erlangt. Als Außenstehender hatte ich mir interessiert angehört, wie er mit seiner…
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10. SuMeMa – Gewohnt hart, unerwartet leicht. 69 Kilometer auf dem Weg zurück zum Ultralaufen
Die Fahrbahnmarkierungen sind unter einer dichten Schneedecke verschwunden, die Scheibenwischer kämpfen mit den Flocken. Plötzlich ist der Winter ausgebrochen. Geradezu eine Einladung umzukehren. Wie immer vor einem Ultramarathon kämpfen Motivation und Schweinehund ihren ewigen Kampf aus. Dem Schweinehund liefert der Schnee die perfekte Ausrede frei Haus. Ist doch viel zu gefährlich, wenn du bei diesem Wetter bis nach Wendhausen fährst, wo heute der SuMeMa starten soll, der Südkreis-Meilenmarathon. 69 km durch das Hügelland südlich von Hildesheim. Als ich im Kampf mit dem Schnee auch noch die Zufahrt zur A7 verschlafe, scheint der Schweinehund gewonnen zu haben, weil ich eh spät dran bin. Ob das zeitlich überhaupt noch passt? Ich fahre…
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39 km Trailrunning in den Pyrenäen
Der Lauf beginnt stressig. Rapide sinkt die Reichweite meines Busses. Und die Hoffnung auf eine Tankstelle in der auf über 2000 Metern gelegenen Skistation zerschlägt sich. Die Infrastruktur beschränkt sich auf Sessellifte und Parkplätze. Letztere gibt es massig. Entweder ist so früh am Morgen einfach noch nichts los oder im Sommer generell tote Hose. Auf der riesigen Parkfläche stehen noch zwei weitere Fahrzeuge. Ich habe direkt den ersten, ausdrücklich auch für Wohnmobile zugängigen Parkplatz gewählt. Meine Erfahrungen mit Höhenbeschränkungen an Parkplätzen mit dem Bus und der darauf befestigten Dachbox in diesem Urlaub lassen mich vorsichtig sein. Mühsam verdränge ich den Zwang mit dem Handy nach einer Tankstelle zu suchen. Das…
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Euphorie und Ernüchterung beim Fishermanstrail 2025
Geht ja gut los! Dass man die Polar aber auch jedes Mal kalibrieren muss, wenn man die Routen-Funktion nutzt. Nervig! Jetzt soll ich einen kleinen Ball über das Display rollen lassen, während ich bereits laufe. Der Startschuss für den 12. Fishermanstrail am Plauer See ist gerade gefallen. Nach 200 Metern beende ich das hoffnungslose Unterfangen entnervt und drücke die „Zurück“-Taste. Ha! Das hat es gebracht. Ich habe die Kalibrierung abgebrochen und die Aktivität samt Routing startet auch so. Bis auf die marginalen Änderungen, die seit meiner letzten Teilnahme an der Strecke vorgenommen wurde, kenne ich den Weg. Wird also im Zweifel auch ohne Kalibrierung gehen. Jetzt kann ich mich aufs…
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Läuferischer Jahresrückblick 2024
Liebes Laufen, unsere Beziehung ist schwer belastet. Aus der Lust an unserer Partnerschaft ist eine Last geworden. Frisch verliebt waren wir schon lange nicht mehr, aber hatten eine tiefere, innigere Beziehung gefunden. Anfang des letzten Jahres ist unsere Liebe sogar wieder richtig aufgeflammt. Wie konnten wir also an diesen Punkt kommen, an dem ich sogar darüber nachgedacht habe, ob wir für eine Weile auf Abstand gehen? Ein bisschen Zeit für uns alleine, du verstehst? Je länger das letzte Jahr dauerte, desto größer wurde meine Unzufriedenheit mit mir und dir. Es war nicht immer ein Fest, wenn wir uns trafen, aber doch wenigstens eine lieb gewonnene Routine. Viel Alltag, viel Monotonie,…
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Laufen in der Nachbarschaft: Das Projekt ‚Run Every Street‘
Welcher Läufer kennt das nicht? Mindestens die erste Kilometermarke in jeder Himmelsrichtung rund um die eigene Haustür kennt man genau, hat jede Straße in direkter Nachbarschaft schon viel zu oft durchlaufen, kennt jedes Haus und jede Laterne. Zumindest bei mir schlägt sich das manchmal auf die Motivation nieder, es fehlen die neuen Reize im Läufereinerlei. Beim Laufen in anderer Umgebung ist es ungleich einfacher. Weil ich aber natürlich nicht ständig im Urlaub sein kann, sollte mir das Projekt „Run Every Street“ genau hierbei helfen: Abwechslung in meine Routineläufe bringen. Es handelt sich dabei um eine Idee, die im Ursprung von Rickey Gates stammt, der 2018 den Entschluss fasste, alle Straßen…
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Sete Cidades: Der härteste Trail auf São Miguel
Die letzten Meter dieses Laufes sind krank, auf eine Art das härteste, das ich je gelaufen bin. Die Steigung ist einfach nur noch brutal. Dazu kommt der Untergrund. Bei jedem Schritt verliere ich den Halt auf den losen Steinchen. Kennt noch jemand Seramis? Das Granulat unter meinen Füßen gibt überhaupt keinen Halt. Völlig zerstört unterbreche ich selbst das Gehen. Mir ist schwindelig von der zweistündigen Anstrengung. Der Schweißverlust war ebenso stark wie meine Bemühungen, die bestehende Fastest Known Time (FKT) auf dem Lagoa Azul Circuit zu unterbieten. Jetzt ist alles für die Katz. Was war passiert, dass ich auf den letzten viereinhalb Kilometer meinen Puffer so komplett aufgebraucht habe? Vorbereitung?…























